Preis für transparenten Journalismus geht an die Süddeutsche Zeitung

Die Süddeutsche Zeitung hat für ihr Projekt „transparenz75“ und ihre Aktion „75 Fragen und Antworten“ den diesjährigen „Medienspiegel – Preis für transparenten Journalismus“ erhalten. Mit einem Sonderpreis wurden die Volontärinnen und Volontäre der Verlagsgruppe VRM/Wiesbadener Kurier für ihre Podcast-Serie „Rheingehört“ ausgezeichnet. Weitere Sonderpreise gingen an die Schwäbische Zeitung für den Transparenzblog „Einsichten“, sowie an das Autorenteam Hadija Haruna-Oelker und Lorenz Rollhäuser für ihr Deutschlandfunk-Feature „Dekolonisiert euch!“.
Die Preise wurden in Essen von der Initiative Tageszeitung und der Vereinigung der Medien-Ombudsleute vergeben. Mit dem „Medienspiegel“ werden journalistische Leistungen ausgezeichnet, die das Arbeiten und die Entscheidungen von Redaktionen transparent machen und der kritischen Selbstreflexion dienen. Mit dem medienethischen Preis soll die Selbstkontrolle, die Fähigkeit zur Selbstkritik und die Bereitschaft zur Transparenz in den Medien gefördert und in der öffentlichen Wahrnehmung verstärkt werden. Die undotierte Auszeichnung wurde 2016 vom „Verein zur publizistischen Selbstkontrolle“ erstmals ausgeschrieben und wird seit diesem Jahr von den Organisationen „Vereinigung der Medien-Ombudsleute“ und „Initiative Tageszeitung“ vergeben.
 
Deren Vorsitzende Anton Sahlender und Heinrich Meyer betonten bei der Preisverleihung in Essen, das es bei den zahlreichen Bewerbungen und Vorschlägen viele herausragende Beispiele für einen transparenten und selbstreflektierenden Journalismus gegeben habe. Die Arbeiten würden durch das Schaffen von Transparenz das Verständnis und das Vertrauen der Nutzer in die klassischen Medien verstärken. Ein Vertrauen, das gerade in Zeiten von Fake News und Verschwörungstheorien besonders wichtig sei. Mehr erfahren