Was wäre, wenn die Zeitungsindustrie einen riesigen Fehler gemacht hätte?

„Was wäre, wenn fast die gesamte Zeitungsindustrie es falsch verstanden hätte?“, fragt Jack Shafer (POLITICO) und schreibt weiter: „Was wäre, wenn Herausgeber und Verleger vor zwanzig Jahren bei der überstürzten Umfunktionierung und Ausweitung von redaktionellem Inhalt auf das Web einen riesigen geschäftlichen Fehler begangen hätten, durch den Hunderte Millionen Dollar verschwendet wurden? Was wäre, wenn die Branche weiterhin auf ihre Stärken – die Printausgaben, an denen die überwiegende Mehrheit ihrer Leser festhält und mit denen die überwältigende Mehrheit der Werbe- und Abonnementeinnahmen erzielt wird – hätte setzen sollen statt hinter der Online-Chimäre herzujagen? Diese provokante Schlussfolgerung habe ich aus einem neuen Bericht gezogen, der von H. Iris Chyi und Ori Tenenboim von der University of Texas verfasst und in diesem Sommer in Journalism Practice veröffentlicht wurde. Gestützt auf gewaltige Datenmengen und eine exakte, folgerichtige Beweisführung gibt der Bericht den Blick in das Räderwerk der Zeitungsindustrie frei und stellt die überzeugende These auf, dass die von den meisten Zeitungen verfolgte technologielastige Strategie eine Pleite war. Der Schlüssel zur Zukunft der Zeitungsindustrie könnte in ihrer Vergangenheit liegen und nicht in Smartphones, iPads und VR. Die Autoren behaupten, dass „digital first“ für die meisten Zeitungen ein Verlustgeschäft war.“

 

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